Das Jubiläumsfest der IGBB war ein unvergessliches Erlebnis für alle Beteiligten

Das große Fest liegt hinter uns, und immer noch sind wir ganz beseelt von dem Gemeinschaftsgeist, der das gesamte Jubiläum getragen hat. Vom Moment des Aufbaus bis zum Abbau der letzten Hütte waren ein Zusammengehörigkeitsgefühl und eine Freude am gemeinsamen Schaffen spürbar, die ganz sicher nachhaltige Wirkungen entfaltet haben. Wir als Organisatoren waren natürlich von Anfang an sicher, dass das Werk gelingt, wenn alle an einem Strang ziehen – aber wie perfekt dann tatsächlich alles geklappt hat, hat uns sprachlos gemacht. Alle Beteiligten haben nach ihren ganz eigenen Fähigkeiten ihr Bestes gegeben und unser Bergisch Borner Fest zu einem gigantischen Erfolg gemacht!

Wir als Vorstand der IGBB sind in erster Linie dankbar. Dankbar für das riesige Engagement der Menschen in den Borner Vereinen und Institutionen, für Hilfe und Unterstützung auf allen Ebenen, für die euphorische Grundstimmung, die an allen Tagen geherrscht hat, für das schöne Wetter, für die Berichterstattung in den Medien. Wir können alle stolz sein auf das, was wir gemeinsam auf die Beine gestellt haben, um den Menschen in unserem Ort eine Freude zu machen. Das durchweg positive Feedback ist der Beweis dafür, dass uns das gelungen ist. Am vergangenen Wochenende hatten wir allen Grund zu sagen: Proud to be Bergisch Borner! Der erste gemeinschaftliche Kraftakt, der zu bewältigen war, war auch gleich der Schwerste: Der Transport der Hütten, die uns dankenswerterweise vom benachbarten Bürgerverein Lennep Offensiv zur Verfügung gestellt wurden, erwies sich als aufwendiger als gedacht, und erforderte wahrhaftig ein hohes Maß an Improvisationsgabe und Flexibilität… doch trotz aller Schwierigkeiten standen die Hütten schon vier Tage vor dem Fest an den vorgesehenen Stellen. Für Donnerstagnachmittag hatte sich dann der WDR angesagt: Unsere unermüdliche Mitstreiterin Claudia Reichert-Gehrlein hatte ihre Kontakte spielen lassen und den Redakteur Timo Spicker eingeladen, die Endphase des Aufbaus für die „Lokalzeit Bergisch Land“ zu dokumentieren und so noch ein bisschen Reklame für Bergisch Born und für das Fest zu machen. Besagter Redakteur ließ vertiefte Kenntnisse der Gegebenheiten hier im Ort erkennen und begleitete den Aufbau mit Sympathie und Kamera – entstanden ist ein knapp 5-minütiger Beitrag, der quasi ein filmischer Hochglanzprospekt war, eine perfekte Werbung für die Schönheiten des Ortes und den Zusammenhalt der Menschen in diesem von dörflichen Strukturen geprägten Gemeinwesen. Toll gemacht, Herr Spicker!

Allerdings mussten sich die mit hochgekrempelten Ärmeln angetretenen Helfer in ihrem Tatendurst erheblich bremsen, anderenfalls wären sie schon fertig gewesen, bevor der WDR überhaupt eintraf: Das Festzelt der Siedlergemeinschaft Tefental stand jedenfalls schon perfekt, der Bierwagen von der Firma Engelsburger war auch schon da – die Hütten ja sowieso. Dass es trotzdem noch beeindruckende Szenen vom Aufbau zu filmen gab, lag an der vom THW herangeschafften und fachmännisch aufgebauten Bühne. Diesen Burschen dabei zuzuschauen, wie sie sich auf dem meterhohen Gerüst bewegten und aus Dutzenden von schweren Metallstangen eine professionelle Bühne von 4 x 6 Metern erstehen ließen, war eine reine Freude! Da saß wirklich jeder Handgriff, und das, obwohl an dem Abend ein starker Wind aufkam, der heftig an der Plane zerrte, was die Befestigung zu einer echten Herausforderung machte – die die Jungs aber mit Bravour meisterten.

Am Freitag trafen sich wieder alle, um die Stände und das Festzelt zu dekorieren und alles vorzubereiten, damit am Samstag Punkt 14 Uhr das Jubelfest eröffnet werden konnte. Und pünktlich war wirklich alles bereit. Die geladene Prominenz, namentlich der bekannte Journalist und Moderator Horst Kläuser und unser Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, war rechtzeitig vor Ort, um die leichte Hektik vor der Eröffnung auf sich wirken zu lassen, bevor es auf die Bühne ging zum offiziellen Teil des Festes. Dieser begann mit einer Sache, die uns als noch einigermaßen frischem IGBB-Vorstand am Herzen lag, nämlich der Ehrung der Gründungsmitglieder. Viele der damals jungen Frauen und Männer, die unseren Verein gegründet und sich jahrzehntelang aus Überzeugung für diesen Ortsteil eingesetzt haben, sind leider schon nicht mehr unter uns, aber immerhin zehn IGBB-Mitglieder konnten am Samstag eine Ehrenurkunde und einen Präsentkorb mit Bergisch Borner Spezialitäten entgegen nehmen. Die Ehrung der frischgebackenen Ehrenmitglieder übernahm unser Oberbürgermeister, ebenso wie den schon in Krammetsvogelzeiten zur Tradition gewordenen Fassanstich. Dass dabei der Zapfhahn dran glauben musste, nahmen alle Beteiligten mit Humor – zumal Horst Kläuser in seiner unvergleichlichen Art mit liebevollem Spott über die Panne hinweg moderierte.

Gründungsmitglieder:

  • Hermann Josef Hohn
  • Dr. Hans-Dieter Becker
  • Karl Blasberg
  • Klaus Clever
  • Karl Dahl
  • Herbert Hindrichs
  • Mia Höller
  • Friedel Künz
  • Gerd Künz
  • Gert Mühlinghaus

Eines allerdings ist auch wahr: Die zehn Gründungsmitglieder, denen am Samstag besagte Ehrung zu Teil wurde, stehen auch stellvertretend für alle nachfolgenden Vorstände der IGBB, die sich ebenfalls jahre- oder sogar jahrzehntelang für Bergisch Born eingesetzt haben, die Zeit, Mühe und Nervenstärke aufgewendet haben, um die Probleme des Ortes lösen zu helfen und den Bornern frohe Stunden zu bescheren. Wir können nicht alle unsere Vorgänger namentlich erwähnen, aber die Leiter und Lenker der letzten Dekaden, die ehemaligen Vorsitzenden Thomas Nolte und Claudia Reichert-Gehrlein müssen an dieser Stelle unbedingt herausgehoben werden – letztere insbesondere für ihren fortdauernden Einsatz im Zusammenhang mit der Ortsumgehung und das Gleisdreieck. Ohne ihre tatkräftige Unterstützung auch am Festwochenende hätte der restliche Vorstand nicht so entspannt feiern können. Danke, liebe Claudia!

Unser Jubiläum wäre aber nicht vollkommen gewesen, wenn es nach 50 Jahren Vereinstätigkeit nicht auch eine Chronik gegeben hätte – das dachte sich Vorstandsmitglied Viola Meike und trug in dreimonatiger Arbeit alles zusammen, was es über die Entstehungsgeschichte der IGBB im Vereinsarchiv und in Presseartikeln zu finden gab, ergänzt durch Informationen zu Bergisch Borner Vereinen, Institutionen und Traditionen. Denn die Geschichte der IGBB kann man nicht erzählen, ohne die geschichtliche Entwicklung des Ortes in den letzten 100 Jahren zu skizzieren. Heraus kam eine 80 Seiten starke Chronik in den Vereinsfarben rot und weiß, gestaltet und gedruckt von der Druckerei Busemeyer, die im Rahmen des Jubiläumsfestes unters Volk gebracht werden konnte. Ehrensache, dass unsere frischgebackenen Ehrenmitglieder die allerersten Exemplare im erwähnten Präsentkorb hatten.

Als der offizielle Teil bei schönstem Frühsommerwetter beendet war, drängten schon die Kinder der 3. Klasse der Rudolf-Steiner-Schule mit einer Theateraufführung auf die Bühne. Deren Klassenlehrerin, Renate Ronsdorf-Hermanns, hatte die Beteiligung der Rudolf-SteinerSchule (anlässlich ihres 100jährigen Bestehens) an der Jubiläumsfeier der IGBB vermittelt. Gleich zwei Aufführungen der Waldorfschule wurden präsentiert: Nach den Kleinsten der Schule folgte eine beeindruckende Eurythmie-Darbietung von überwiegend weiblichen Jugendlichen der 11. Klasse. Beide wurden von den schon zu dieser Nachmittagsstunde zahlreichen Festbesuchern und natürlich von den stolzen Eltern begeistert beklatscht.

Als dann die Gymnastikmädels des TBBB (Gymnastik- und SteppGruppe des Vereins Tennis und Breitensport Bergisch Born) auf die Bühne kamen, wurden sie ebenfalls von lebhaftem Applaus begleitet, denn die topfitten Bergisch Bornerinnen sind hier gut bekannt und sehr beliebt, ebenso wie die Trainerin Conny Jüntges, die die Gruppe schon eine gefühlte Ewigkeit sportlich begleitet.

Ein weiteres Highlight des Tages war der Auftritt des Christlichen Chors Bergisch Born unter der Leitung der fabelhaften Karin Hilger. Alles hielt inne, um für einige Minuten den schönen Stimmen und Melodien zu lauschen. Als zum Abschluss auch noch das Bergische Heimatlied angestimmt wurde, sang der ganze Platz aus vollem Herzen (und voller Kehle) mit. Ein echter Gänsehautmoment! Doch nicht nur die Bühne bot Raum für das Festprogramm, auch das Partyzelt und die Kirche wurden genutzt. An beiden Tagen bot Claudia Reichert-Gehrlein nachmittags das seit alters her in Bergisch Born heißgeliebte Bingo-Spiel an und stieß damit auf großen Zuspruch – interessanterweise auch bei der Dorfjugend, die ihre helle Freude an dem ungewohnten Spiel hatte. Anschließend präsentierte Rainer Höhfeld in der fast bis auf den letzten Platz gefüllten Kirche weit über 100 historische Fotoaufnahmen „Aus dem alten Bergisch Born“, zusammengestellt und bearbeitet von Viola Meike. Kommentiert wurden die Aufnahmen von „Ureinwohner“ Gerd Borner – wer sonst hätte so kundig und unterhaltsam von der guten alten Zeit plaudern können, die die wenigsten der Anwesenden noch selbst erlebt haben dürften?

Während dieser Zeit waren die kleinen Festgäste bestens betreut von Monika Braun und ihrer Helferschar, die in wochenlanger Planung ein Kinderprogramm auf die Beine gestellt hatte, das nichts zu wünschen übrig ließ. Es gab ein Spielmobil und Kinderschminken, außerdem hatten die Vorstadtcowboys uns freundlicherweise ihr Wikingerschiff zur Verfügung gestellt. (Dieses Schiff war übrigens spät in der Nacht immer noch gut besucht – allerdings wohl eher vom nicht mehr ganz so kleinen Nachwuchs.)

Ab 17 Uhr gehörte die Bühne ganz und gar dem DJ, der die Festgäste den ganzen Abend über mit einer Mischung aus Partyhits und Karnevalsmusik bestens unterhielt. Was auch anderes soll gespielt werden, wenn man zwei Karnevalsvereine im Dorf hat? Die Feiernden jedenfalls ließen sich durch die beschwingte Musik und das schöne Wetter zum Tanzen, Schunkeln und Trinken animieren – jedem saßen die „Borner“ (Wertmarken) locker in der Tasche und so ging eine Runde Bier (von der Freiwilligen Feuerwehr Bergisch Born), Sekt (von der IGBB) oder Weißwein (von der Siedlergemeinschaft Tefental) nach der anderen über den Tresen. Es wurde gefeiert – aber nicht gesoffen. Wir konnten keine alkoholbedingten Ausfälle feststellen, keine sich anbahnende Schlägerei, keine Schnapsleichen im Schatten des Partyzeltes… nichts von den Dingen, die ein Fest negativ überschatten könnten, fand an diesem traumhaften Samstagabend statt, und als der DJ um 2 Uhr nachts die Musik ausmachte, und auch die Feuerwehr den Bierstand schloss, da gingen alle ruhig und friedlich nach Hause.

Für einige allerdings war die Nacht sehr kurz. Unser tapferer Peter Dürholz war abends noch als letzter auf dem Platz geblieben, um den Abbau der Technik abzuwarten und stand trotzdem am Sonntagmorgen schon wieder um sieben Uhr auf dem Festgelände, um den Kirchplatz vor dem Gottesdienst von den Spuren der Nacht zu befreien. Kurz danach trafen weitere Helfer ein, denn es galt, das Festzelt und die Tische dem Anlass entsprechend wieder herzurichten.

Der Gottesdienst um 10.15 Uhr war ein besonderer Schwerpunkt des Jubiläumsfestes. Dieser Gottesdienst fand nämlich anlässlich des 50jährigen Bestehens der IGBB statt, war also nicht nur in das Fest integriert, sondern bildete eine der Säulen, wofür wir der evangelischen Kirchengemeinde außerordentlich dankbar sind. Der Gottesdienst stand unter dem überaus passenden Thema „Suchet der Stadt Bestes“, und die designierte neue Pfarrerin, Frau Dr. Anke Mühling, fand die passenden Worte dazu. Dabei überzeugte die sympathische junge Frau durch Authentizität und Humor. Ein echter Glücksgriff für Bergisch Born! Susanne Dürholz hatte die nette Idee, auch Vertreter der Bergisch Borner Vereine und der Feuerwehren zu Wort kommen zu lassen, die sich und ihre Institution kurz portraitierten. Dabei war die Dankbarkeit aller Beteiligten für die tolle Gemeinschaft im Ort in allen Beiträgen zu spüren.

Nach dem Gottesdienst gab es noch eine Reminiszenz an vergangene Krammetsvogelfesttage: Erbsensuppe! Einen riesigen Pott davon hatte das Team von Harald Heuser für unser Fest gekocht, und die Verteilung übernahmen Olaf Höhfeld und seine Frau. Da es auch nicht so warm war wie am Tag zuvor, ging die Erbsensuppe gut weg – nur mit der vegetarischen Variante fremdelten die Festbesucher etwas… Das nicht mehr ganz so heiße Wetter kam sicher auch dem Wanderangebot des Sauerländischen Gebirgsvereins zu Gute: Herr Förster hatte eine hübsche, aber nicht zu lange Wanderroute ausgetüftelt, die die Teilnehmer von Bergisch Born aus zum Steinernen Kreuz an der Eschbachtalsperre und wieder zurück zum Kirchplatz führte, wo sie sich mit Krammetsvögeln vom IGBB-Stand und einer Tasse Kaffee stärken konnten – wahlweise auch mit einem Glas Bier.

In gewisser Weise fand der Gottesdienst eine Fortsetzung im Auftritt des Hand-in-Hand-Chors, der um die Mittagszeit die Festbesucher unterhielt. Anschließend wurde mit Spannung das Orgelmärchen „Die Bremer Stadtmusikanten“ erwartet, das Kantor Reiner Vallo und seine Frau um 15 Uhr in der Kirche eindrucksvoll erklingen ließen. Kinder und Erwachsene ließen die beinahe hypnotischen Töne auf sich wirken, und manch einer hätte sich bei dieser Klangkulisse liebend gern in Morpheus‘ Arme sinken lassen – zumal diejenigen, die in der Nacht vorher nur wenige Stunden Schlaf bekommen hatten… Die Kinder jedenfalls ließen sich nicht zweimal bitten, Reiner Vallo hautnah oben an der Orgel zu erleben und selbst einmal die Tasten zu drücken. Reiner Vallo und seiner Frau an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für das unvergessliche Erlebnis. Unvergesslich war auch – und damit endet der Bericht über ein unvergleichlich schönes und harmonisches Festwochenende – der Abschluss des Jubiläumsfestes mit Dutzenden von roten Luftballons, die zeitgleich in den blauen Himmel stiegen. Besser hätte man es sich nicht ausdenken können! So, wie die Ballons gemeinsam aufstiegen, so haben wir Bergisch Borner Bürger gemeinsam geplant, gebaut und gefeiert! Nicht zwei Tage lang, sondern über viele, viele Wochen, in denen wir immer weiter zusammengewachsen sind. Es gab so viel zu bedenken, zu besorgen, zu beantragen – aber gemeinsam ist es gelungen. Und am Ende dieses Wochenendes, so viel kann ich sagen, sind aus Nachbarn wirklich Freunde geworden. Wir bedanken uns vor allem bei allen Spendern, die dazu beigetragen haben, unser Fest überhaupt in dieser Form realisieren zu können! Und allen Helfern, die in diesem Artikel nicht namentlich erwähnt worden sind, gilt ebenfalls unser herzliches Dankeschön!

Und nun, mit den neu gewonnen Freundschaften im Rücken, freuen wir uns schon auf die beiden Feuerwehrfeste und hoffen, möglichst alle lieben Menschen wiederzusehen, die mit uns am dritten Juniwochenende gefeiert haben. Das gilt insbesondere für unsere 14 Neumitglieder, die sich unserem Verein beim Jubiläumsfest angeschlossen haben!

Das glückliche Team der IGBB